Pierre Charlet de Marivaux

Der Streit

Komödie

  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
  • Probenfoto
Plakat

Marivaux war ein Franzoser der zu seiner Zeit recht lose, freche, kleine Stücke schrieb. Was den Mann wohl dazu trieb? Keiner weiß es so genau. Vielleicht war es seine Frau, die Madame de Marivaux. Oder auch nur der Pernod.

Jedenfalls sind diese Stücke voller List und voller Tücke, drehen sich immer um das eine, na, Ihr wißt schon, was ich meine. Deshalb sehen sich die Leute Marivaux an auch noch heute. Denn, ist man kein Kostverächter, lockt das Spielen der Geschlechter wahre Massen ins Theater, Oma, Opa, Mutter, Vater, selbst die Kinder sehen's gern, sehn sie sonst auch lieber fern. Tja, und unser Regisseur dachte sich, das ist nicht schwör, einen Reißer draus zu machen und er ließ es richtig krachen. Liebe, Triebe, Heiterkeit – dazu sind wir stets bereit. Und in komischen Kostümen zeigen wir die ungestümen Irrwege des Herzens so, wie gedacht von Marivaux. Findet dies Euer Gefallen, dann laßt den Applaus erschallen; dafür seid Ihr nämlich da, sonst macht Ihr Euch besser rar!

Jetzt aber mal im Ernst: Marivaux (1688–1763), der zeitlebens in den tonangebenden literarischen Salons von Paris zu Hause war, lieferte in seinen Komödien und Romanen ein facettenreiches Abbild der höfischen Salonkultur des 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Molière, der ein halbes Jahrhundert zuvor in seinen Intrigen- und Sittenkomödien gesellschaftliche Konflikte in den Vordergrund gestellt hatte, rückte Marivaux die Liebe in den Mittelpunkt der Handlung.

Seine Komödien schildern in Form subtiler Seelenanalysen die junge, aufblühende Liebe, wobei nicht die äußeren Hindernisse, sondern innere Regungen wie Eitelkeit, Eifersucht und Ehrgeiz zum Thema werden. 

In „Der Streit“ entwickelt sich die Handlung vor dem Hintergrund eines zunächst menschenverachtend erscheinenden Experiments:

Um die Streitfrage zu klären, ob die Männer oder die Frauen als erste in der Liebe untreu geworden waren, wollte ein Fürst „die Natur selbst befragen“ und ließ sechs Säuglinge beiderlei Geschlechts in einen abgeschiedenen Wald bringen und isoliert voneinander von Carise und Mesrou – einem Dienerpaar – aufziehen.

Jetzt begegnen sie sich, 20jährig, zum ersten Mal. Der Sohn des Fürsten und Hermiane, seine Geliebte, beobachten aus einem Versteck heraus neugierig das Verhalten der jungen Leute, die nicht nur das andere Geschlecht entdecken, sondern auch eine neue Welt und damit eine neue Sprache und vor allem sich selbst.

Die sich daraus entwickelnden Liebesverwirrungen lassen jedoch schon bald erkennen, daß hier keine „Kaspar-Hauser-Figuren“ aufeinandertreffen, sondern Menschen aus Marivaux' (oder unserer?) Zeit.

Mitwirkende:

Hermine: Diana Mantzsch
Fürst: Burkhard Sprenker
Carise: Sabine Koch
Mesrou: Alexander Boxan
Eglé: Claudia Großmann
Azor: Matthias Oheim
Adine: Karin Schmitt
Dina: Tanja Hildebrand
Meslis: Predrag Cica
Amor: Uli Pletsch

Regieassistenz: Christiane Klee-Molitor
Bühne/Licht: Karl-Heinz Ott
Kostüme: Ute Rasim, Christof Frohwein, Christine K. Schmidt, Jutta Hellmundt
Fotografie: Christine K. Schmidt

Regie: Andreas Müller

Das Kellertheater wird unterstützt von der Stadt Frankfurt am Main (www.kultur-frankfurt.de)