Mehdi Ziyāchamani

Hazfīyāt (Die Auslassungen)

Regie: Izad Safaeiyan

Produktionsbild
Plakat

In einem geschlossenen Raum stehen sich zwei Generationen gegenüber: ein Vater, der seine Vergangenheit mit sich trägt, und eine Tochter, die ganz im Hier und Jetzt verankert ist. Zwischen ihnen entsteht keine geografische, sondern eine unsichtbare Distanz — eine Distanz, die sich in Schweigen, in Wiederholungen und in abgebrochenen Gesprächen zeigt. Jeder Versuch der Annäherung führt zu einem neuen Missverständnis. 
„Hazfiyāt" erzählt von dem, was unausgesprochen bleibt — und davon, wie gerade dieses Ungesagte eine Beziehung allmählich verändert. Was bleibt, ist keine lineare Erzählung, sondern eine Erfahrung von Verlust, Distanz und dem Unvermögen, einander wirklich zu verstehen. „Hazfiyat" ist der Versuch, sich jenen Momenten zu nähern, in denen Menschen einander nicht mehr begegnen, sondern sich langsam aus dem Leben des Anderen entfernen. 
Die Inszenierung behandelt im Kern die gestörte Beziehung zwischen den Generationen, die wechselseitige Auslöschung sowie das Auflösen der Grenze zwischen Realität und Imagination. Die Wiederholung von Szenen, das Aufbrechen der linearen Zeitstruktur und eine Sprache, die von Pausen und Schweigen durchzogen ist, verstärken das Gefühl von Distanz, Wiederkehr und existenzieller Leere. 
Das Werk zeigt, wie in der heutigen Gesellschaft Dialog zunehmend durch Kontrolle, Misstrauen und Technologie ersetzt wird. Jede Figur löscht einen Teil der anderen aus. Letztlich fungiert „Hazfiyat" als Metapher für kollektives Vergessen und mentale Zensur innerhalb einer migrantischen Familie. 

Besetzung

ZSinaz -„Papa"
Mina Mahdyar -„Schima/Tochter"

Team Izad Safaeiyan, Regie & Konzept

Ausgewählt als das beste Stück des internationalen Wettbewerbs des 36. Fajr International Theatre Festivals.

Förderung durch denTheaterbeirat Frankfurt am Main -Einzelproduktionsförderungen 

Das Kellertheater wird unterstützt von der Stadt Frankfurt am Main (www.kultur-frankfurt.de)